Bewertung von Grundstücken

Bewertung von unbebauten und bebauten Grundstücken

Wer ein Grundstück kaufen oder verkaufen möchte, muss von Beginn an wissen: Welchen Preis kann ich für mein Grundstück verlangen oder muss ich zahlen?

Die Wertermittlung für ein Baugrundstück kann aus mehreren Gründen erforderlich werden. Eine Möglichkeit besteht darin, die Wertermittlung für das Grundstück im Vorfeld einer Veräußerung für die Bestimmung des Kaufpreises durchzuführen. Auch kann das Bauland im Rahmen einer Baufinanzierung oder als Sicherheit für einen anderen Investitionskredit beliehen werden. Bei der Wertermittlung für ein Grundstück werden die Preise aus tatsächlich getätigten Verkäufen heran gezogen, die bei den Gutachterausschüssen gesammelt werden. Daraus ergibt sich ein so genannter Grundstücksrichtpreis.

Beachtet werden muss aber, dass sich in Abhängigkeit von der jeweiligen Lage und dem Grad der Erschließung auch innerhalb einer Kommune Unterschiede beim Grundstücksrichtpreis ergeben können. Um den tatsächlichen Wert für Bauland ermitteln zu können, werden vom Grundstücksrichtpreis noch einige Dinge abgezogen. Dabei handelt es sich um die im Grundbuch eingetragenen Lasten und Beschränkungen. Das sind bestimmte Nutzungsrechte, die Dritten vertraglich eingeräumt werden. In der Praxis kommen hier das Leitungsrecht und das Wegerecht am häufigsten vor. Sie schränken den Wert von Bauland ein und wirken sich mindernd in der Wertermittlung für ein Grundstück aus.

Das ist insbesondere dann der Fall, wenn eine so genannte Umnutzung erfolgt, bei der zum Beispiel Ackerland in Bauland oder Bauerwartungsland umgewandelt wird. Bei einer solchen Umnutzung kann sich der Grundstücksrichtpreis pro Quadratmeter teils sehr erheblich verändern. Welche Grundstücke mit welcher Art der Nutzung deklariert sind, erfährt man aus dem Flächennutzungsplan der jeweiligen Kommune. Der bei der Wertermittlung für ein Grundstück errechnete Preis dient den Banken als Grundlage für die Berechnung des Beleihungswertes.